Tirol war Ende des 19. Jahrhunderts der noch neuen elektrischen Energie sehr aufgeschlossen, wo schon im Jahr 1898 das erste Stromverbundnetz der Welt zwischen Meran und Bozen in Betrieb ging.
Zu Jahresbeginn 1918 sollten auch die Absamer Aichat (heute Eichat) und die Gemeinde Finkenberg elektrisches Licht erhalten. Arzl, seit 1940 ein Stadtteil der Landeshauptstadt Innsbruck, sollte im Laufe des Jahres 1918 ebenfalls elektrifiziert werden. Wie der Allgemeine Tiroler Anzeiger am 31. Jänner berichtete "wurde mit den Vorarbeiten zur Einführung des Elektrischen begonnen", insbesondere mit dem "Mastenfällen".
Mittlerweile werden Holzmasten für Stromleitungen von Stahl- und Betonmasten verdrängt. Deshalb kennt man den Begriff "Mastenfällen" heute vor allem als Bezeichnung für eine Disziplin im Rahmen von Forstwettkämpfen: Dabei muss ein etwa 20 Meter hoher Baum in höchstens drei Minuten so umgeschnitten werden, dass er auf ein Ziel in 15 Meter Entfernung fällt. 2014 stellte der Kärntner Mathias Morgenstern den Weltrekord in dieser Disziplin auf.
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Einführung des "Elektrischen" (Allgemeiner Tiroler Anzeiger vom 31. Jänner 1918)